Kollegialität am Arbeitsplatz

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Das Betriebsklima wirkt sich auf den Erfolg des Unternehmens aus – positiv oder negativ. Deshalb ist die Kollegialität am Arbeitsplatz ein Thema, das sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer unmittelbar betrifft. Aber was macht eine gute kollegiale Zusammenarbeit aus und wie geht man damit um, wenn man es mit unkollegialen Mitarbeitern zu tun hat?

Warum ist Kollegialität am Arbeitsplatz so wichtig?

Unter dem Begriff Kollegialität ist die Art und Weise des gemeinsamen Miteinanders, also der Umgang der Arbeitskollegen untereinander, verstehen. Allerdings ist nicht nur ein kollegiales Verhalten der Mitarbeiter wichtig – sondern auch das der Vorgesetzten.

Eine qualitative Kollegialität am Arbeitsplatz verbessert das Betriebsklima und trägt maßgeblich dazu bei, dass alle Firmenangestellten sich bei der Arbeit wohlfühlen sowie harmonisch und effizient miteinander zusammenarbeiten. Fühlt jeder sich am Arbeitsplatz von Kollegen und Vorgesetzten respektiert, kann dadurch effizient der Krankenstand gesenkt und der betriebswirtschaftliche Erfolg gesteigert werden. Denn kollegiales Verhalten untereinander führt zu einem stärken Zusammenhalt, was den Teamgeist fördert.

Wie profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer von einem kollegialen Miteinander?

Jeder Mitarbeiter – unabhängig davon ob Firmenboss, Manager oder “kleiner Angestellter” ist in erster Linie Mensch. Mit Stärken, Schwächen und Empfindungen. Wer schon beim morgendlichen Aufstehen mit Grauen an den bevorstehenden Arbeitstag denkt, weil unter den Mitarbeitern Missgunst, Neid und Streitereien herrschen, wird wohl kaum mit Elan, guter Laune und hoher Leistungsbereitschaft zur Arbeit erscheinen. Anders verhält es sich, wenn man mit den Kollegen gut auskommt und man mit einer positiven Einstellung zur Arbeit fährt.

Zur Kollegialität am Arbeitsplatz gehören:

  • ein freundlicher Umgangston
  • sachliche Kommunikation
  • respektvoller Umgang
  • Kritikfähigkeit
  • Professionalität
  • gegenseitige Rücksichtnahme
  • Verständnis für Schwächen
  • Anerkennung von Leistung
  • Hilfsbereitschaft untereinander

Mit diesen Soft Skills (soziale Kompetenzen und Fähigkeiten) fällt es allen leichter, im Team zusammenzuhalten und selbst bei schwierigen Aufgaben oder Konflikten für ein positives Betriebsklima zu sorgen.

Ein gutes Beispiel ist die Hilfsbereitschaft untereinander. Jeder im Team hat individuelle Stärken und Schwächen. Anstatt auf den Schwächen eines Kollegen bzw. einer Kollegin herumzuhacken, profitiert das gesamte Team von einer klaren Rollenverteilung. Jeder sollte die Aufgaben erledigen, die den eigenen Fähigkeiten und Stärken entsprechen. Dort, wo individuelle Schwächen vorhanden sind, kann ein Teamkollege einspringen, der mit seinen Stärken etwaige Lücken ausgleicht. Dies reduziert Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, hilft dabei, Stress zu reduzieren (Burnout-Prävention) und die Leistung des gesamten Teams zu steigern.

Clevere Büroausstattung und Arbeitsorganisation verbessert Kollegialität am Arbeitsplatz

Nicht nur das Verhalten aller Arbeitnehmer wirkt sich entscheidend auf das kollegiale Zusammenspiel am Arbeitsplatz aus. Wichtig ist ebenfalls, dass der Arbeitsplatz so gestaltet ist, dass man sich in den Räumlichkeiten wohlfühlt und die Büroausstattung optimiertes Arbeiten unterstützt. Jeder Büroangestellte sollte einen gut ausgestatteten Arbeitsplatz haben, der die Produktivität fördert. Mitarbeiter-Handy, eigenes Telefon am Schreibtisch, vernetzte Arbeitsplätze, aber auch ein Raum als Rückzugsmöglichkeiten erweisen sich als produktivitätsfördernd und ermöglichen es, untereinander besser zu kommunizieren.

Insbesondere ein separater Raum, der Arbeitnehmern für Gespräche ohne Zuhörer dient, wird häufig in seiner Wichtigkeit verkannt. Dabei bringt er Vorteile im Hinblick auf eine positive Kommunikationsstruktur innerhalb des Unternehmens:

  • Wichtige Themen können schneller besprochen werden.
  • Konflikte können durch eine Aussprache unter vier Augen oftmals vermieden werden.
  • Probleme lassen sich durch direkte Kommunikation schneller lösen.

Hilfreich sind auch betriebsinterne Seminare und Coachings, die kommunikationsfördernd sind und den Teamgeist steigern. Solche Schulungen der Belegschaft reduzieren Mobbing und Stress am Arbeitsplatz. Tipps gegen unkollegiales Verhalten gibt es hier.

Vom Mitarbeiter bis zum Vorgesetzten: Alle sitzen im selben Boot

Inzwischen wissen Arbeitgeber darum, dass flache Hierarchien und ein gewisser Freiraum für Mitarbeiter nachhaltig das Klima am Arbeitsplatz verbessern. Zwar bleibt die Position einer Führungskraft unumstritten. Doch wer als Vorgesetzter seine Mitarbeiter von oben herab behandelt, wird selten als Teamplayer wahrgenommen. Signalisiert die Führungskraft Respekt und Teamgeist, stellt auch sie seine Kollegialität am Arbeitsplatz unter Beweis und geht mit gutem Beispiel voran.

Ob Führungskraft oder normaler Büromitarbeiter – jeder sollte für die Belange, Probleme und Vorschläge des anderen ein offenes Ohr haben und auf Augenhöhe kommunikationsbereit sein. Dann ist der beste Weg für kollegiales Verhalten und ein gutes Miteinander am Arbeitsplatz geebnet.

Mehr zum Thema können Sie in der Arbeit “Toleranz, Respekt und Kollegialität” von Detlef Ullenboom lesen.

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